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{desc=Verräter oder Helden: Deutsche in der Résistance, in den Streitkräften der Antihitlerkoalition und der Bewegung »Freies Deutschland«} {key=Allierte 2.Weltkrieg Spanienkrieg, Kämpfer gegen den Faschismus, Soldaten der Allierten Armeen, Partisanen in vielen Ländern Europas, Frankreich, Italien, Polen, Jugoslawien, Balkan, Rußland, Sowjetunion, China, Ausstellungen, Strafbattalion 999, Überläufer, Falschirmabsprung hinter der Front, Funker, Einsatz mit Lautsprecher, für Verkürzung des Krieges, für ein freies Deutschland, für Frieden und Freiheit, KPD, Linke,Sozialdemokraten, Kommunisten, VVN, VVN/BdA, Widerstand, 20. Juli, Stauffenberg, Operation Walküre}

Ausstellung "Für Deutschland. Gegen Hitler." (3)

Schweiz und Deutschland

Eine Tafel steht für die Bewegung "Freies Deutschland" in der Schweiz zur Verfügung. Obwohl die Bildung von Gruppen der Bewegung "Freies Deutschland" durch die Schweizer Flüchtlingspolitik behindert wurde, entstanden auch hier, wie 1943 im Lager Gordola, Gruppen der Bewegung "Freies Deutschland" in der Schweiz initiiert. Seit September 1943 verfügten sie über die Monatsschrift "Freies Deutschland".
Bis Mitte 1944 leitete Wolfgang Langhoff die Redaktion, dann Bruno Goldhammer. Enger Kontakt bestand zu Karl Barth, einem der bedeutendsten evangelischen Theologen und Mitbegründer ("Vater") der Bekennenden Kirche. Bilder. Dokumente und Schriftstücke stellen die Positionen, Aktivitäten und Persönlichkeiten der Schweizer Bewegungen dar. Am 16. Dezember 1945 beschloss die Bewegung "Freies Deutschland" in der Schweiz ihre Auflösung.

Erste Ausgabe der Monatsschrift "Freies Deutschland" von 1943

Die beiden letzten Tafeln sind dem Ringen deutscher Antifaschisten im Inland gewidmet; mit Fotos, Flugblättern und persönlichen Dokumenten wird dem Ausstellungsbesucher gezeigt, wie unter den komplizierten Bedingungen des totalen Krieges in den letzten Kriegsmonaten versucht wurde, Menschenleben und Sachwerte auf deutschem Boden vor sinnloser Vernichtung zu bewahren.
Am Beispiel der kampflosen Übergabe der Stadt Greifswald durch den Kampfkommandanten, Oberst R. Petershagen. wird dokumentiert, dass durch überlegtes Handeln dem sinnlosen Morden Einhalt geboten werden konnte.
Unabhängig von dem Entschluss Petershagens wirkte in Greifswald eine antifaschistische Widerstandsgruppe "Freies Deutschland", deren Verbindungen bis zum Rektor und einigen Professoren der Universität reichten, die an der kampflosen Übergabe der Stadt aktiv beteiligt waren.

Greifswald

Fazit

Das Nationalkomitee "Freies Deutschland" hat sein eigentliches Ziel, den Sturz des Hitlerregimes und damit die Beendigung des Krieges herbeizuführen, bevor er auf deutschem Boden sein Ende finden würde, nicht erreicht.

Aufruf des NKFD aus den letzten Kriegstagen

Für dieses Ziel haben sich Tausende Soldaten und Offiziere aus der Kriegsgefangenschaft heraus mit ihrem Leben eingesetzt und einen hohen Blutzoll entrichtet. Es wäre eine deutsche Möglichkeit gewesen, mit dem Krieg Schluss zu machen.
Sie propagiert und dafür gekämpft zu haben, ist das große Verdienst der Bewegung "Freies Deutschland".