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Gottfried Hamacher, Rudolf Fey:

Gründung des Nationalkomitees»Freies Deutschland«

Veteranen und Historiker erinnerten an die Gründung des Nationalkomitees»Freies Deutschland« in Krasnogorsk

Wissenschaftliche Konferenz mit deutscher Beteiligung in Moskau

»Die Eröffnung der Konferenz fand im Festsaal des Museums des Großen Vaterländischen Krieges in Moskau statt.

Prof. Dr. Arkadij Krupennikow, Leiter des Memorialmuseums der deutschen Antifaschisten in Krasnogorsk, eröffnete die Konferenz mit dem Vortrag "Kriegsgefangenschaft im Spiegel des neuen Museums", welches neben dem Memorialmuseum in Krasnogorsk seinen Platz haben soll.

In der Diskussion sprachen Stefan Doernberg über "Einige Besonderheiten des deutschen Widerstandes in der Antihitlerkoalition", Gottfried Hamacher über seine Tätigkeit als Armeebeauftragter des NKFD an der belorussischen Front 1943-1945 und Rudolf Fey über den schwierigen Weg zur Gründung des Bundes Deutscher Offiziere. In Krasnogorsk, an historischer Stätte, wo 1943 die Gründung des NKFD stattfand, wurde den Konferenzteilnehmern die DRAFD-Ausstellung "Für Deutschland - Gegen Hitler. Die weltweite Bewegung »Freies Deutschland«" vorgestellt und erläutert. In der sich daran anschließenden Aussprache konnten wir feststellen, dass die dargestellten Fakten den Konferenzteilnehmern noch wenig bekannt waren.

Von der stellvertretenden Bürgermeisterin von Krasnogorsk, Frau Swetlana Gratschewa, wurden die Teilnehmer zu einem Konzert in den Kulturpalast der Stadt eingeladen. Wir waren überrascht, als wir den mit 1.200 Veteraninnen und Veteranen gefüllten Saal betraten, unter ihnen viele Kriegsteilnehmer.

Der Auftritt des weltberühmten Alexandrow-Ensembles war für uns natürlich ein absoluter Höhepunkt. Erinnerungen an das vor einem halben Jahrhundert auf dem Berliner Gendarmenmarkt stattgefundene Auftreten stellten sich ein, als dieses Ensemble in schwerer Zeit kurz nach dem schrecklichen Krieg Herzen der Menschen in Berlin und anderen Städten der damaligen sowjetischen Besatzungszone gewann.

Am dritten Tag unseres Moskauer Aufenthalts wurden wir vom Leiter des neuen Museums der Streitkräfte Russlands, Oberst Alexander Schwetschkow, durch die Ausstellungssäle geführt, die einen Überblick über die russische Militärgeschichte von der zaristischen, der revolutionären, der sowjetischen Zeit bis zur Gegenwart vermitteln. Er war es auch, der uns, gemeinsam mit den beiden Kriegsveteranen und Militärhistorikern Arkadij Krupennikow und Nikolai Bernikow während unseres Moskauer Aufenthalts kameradschaftlich betreute.«

Aus: antifa 12/98)