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Archiv - Geschichte zum Anfassen

Mit Hilfe einer ABM-Stelle wird das DRAFD-Archiv aufgearbeitet

Ein wichtiger Diskussionspunkt auf der Mitgliederwahlversammlung im November des vergangenen Jahres war das Thema Aufarbeitung von Archivmaterial – zahlreich vorhanden durch Nachlässe verstorbener Kameraden, aber auch im Besitz vieler Mitglieder. Damals ahnte wohl noch niemand, dass auf eine ziemlich einfache und effektive Art und Weise das Problem in Angriff genommen werden würde und zwar mittels einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme (ABM) durch Vermittlung der Bundesgeschäftsstelle der VVN-BdA.

Seit März diesen Jahres ist nun die ebenso kompetente und engagierte, wie sympathische Tatiana Artyukhina damit beschäftigt, die Nachlässe und Ablagen der DRAFD zu sortieren, zu katalogisieren und Findlisten zu erstellen. „Es ist für mich Geschichte zum anfassen. Wenn ich mich in die Inhalte vertiefe, schließe ich Bekanntschaft mit dem Menschen, der dahinter steckt. Indem ich Ordnung in den Nachlass bringe, lerne ich so den Menschen und sein Schicksal kennen. Das beeindruckt mich sehr“, sagt die gebürtige Moskauerin und studierte Wirtschaftingenieurin über ihre neue und interessante Aufgabe. „ Es ist ein sehr persönlicher Bezug, den ich auf diese Weise zu dem Menschen aufbaue.“

Auf knapp ein Jahr ist die ABM-Stelle befristet. Bereits jetzt liegt eine Vielzahl Aufgearbeitetes u.a. aus den Nachlässen von Ernst Melis, Peter Gingold, Georg Bergmann, Ruth Lauer, Alexander Frank und Gottfried Hamacher vor. Ständig kommen neue Unterlagen hinzu. Ein Ende ist praktisch nicht in Sicht. Allein aus diesem Grunde wäre es zu wünschen, dass Tatiana Artyukhina über die elf Monate hinaus ihre liebvolle Arbeit dem DRAFD-Archiv weiterhin angedeihen lassen könnte. Doch bedauerlicherweise wird dies weder von ihren noch von den Wünschen der DRAFD bestimmt. Dringend erforderlich wäre es allemal.

Text und Foto Juliane Haseloff, 06.08.2009