Home Navigationspfeil Navigationspfeil Verschmelzung mit VVN-BdA

Verschmelzung mit VVN-BdA

Wie geht es weiter mit dem Verband DRAFD?

Auf der letzten Jahres-Mitgliederversammlung am 14. November 2010 wurde der Vorstand beauftragt, Verhandlungen mit dem Vorstand der VVN-BdA aufzunehmen, um eine engere organisatorische und inhaltliche Arbeit beider Verbände zu sichern.

Die Begründung für diesen Beschluss liegt in der starken Dezimierung der noch lebenden Antifaschisten, die in der französischen Résistance, in den Streitkräften der Antihitlerkoalition und der Bewegung »Freies Deutschland« gekämpft haben und dem mangelnden Erfolg bei der Gewinnung der Kinder und Enkelkinder dieser Antifaschisten sowie anderer Interessenten in unsere Organisation aktiv mitzuwirken.

Nach mehreren Beratungen, auch unter Einschaltung des Vertrauensanwalts der VVN-BdA, liegt nunmehr der Entwurf eines Verschmelzungsvertrages vor, der die Zustimmung der Mitglieder der DRAFD auf der nächsten Jahresmitgliederversammlung und der Mitglieder der VVN-BdA auf dem nächsten Bundeskongress im April 2011 bedarf. Dieser Verschmelzungsvertrag geht in seiner Präambel davon aus, dass beide Verbände ausweislich ihrer Satzungen und ihrer tatsächlichen Tätigkeit weitgehend identische Ziele haben.

Zweck beider Verbände ist die Forschung über die Verfolgung Deutscher im Naziregime und über die Teilnahme Deutscher an den Widerstandsbewegungen sowie die Leistung einer Bildungsarbeit, um die Öffentlichkeit über die Verbrechen des Faschismus aufzuklären, damit nie wieder vom deutschen Boden ein Krieg ausgeht. Diese inhaltliche Übereinstimmung ermöglicht den organisatorischen Zusammenschluss und die vorhandenen Kräfte zu bündeln. Vorbehaltlich der Zustimmung der beiden Gremien werden die Mitglieder der DRAFD ab Mitte 2011 Mitglieder der VVN-BdA – falls sie es nicht schon sind – und entrichten bei der VVN-BdA ihren Mitgliedsbeitrag.

Von einigen DRAFD-Mitgliedern ist innerhalb der VVN-BdA eine Interessengemeinschaft »DRAFD« zu gründen, um die geleistete Arbeit fortzusetzen. Dem steht nichts im Weg und sollte auf unserer nächsten und wahrscheinlich letzten Jahresmitgliederversammlung diskutiert werden. Dabei sollte die weitere Publikationstätigkeit und die sachgerechte Archivierung der Nachlässe unserer Kameraden gesichert werden.

André Lohmar