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"Preis für Zivilcourage"

2009 hat die Stadt Dachau zum dritten Mal ihren „Preis für Zivilcourage“ vergeben, um das Vermächtnis der Opfer der Konzentrationslager und des Widerstandes gegen das NS-Regime lebendig zu erhalten. Die Ehrung ging an Mirjam Ohringer. Miriam ist u.a. Vorsitzende des niederländischen Mauthausenkommitees.

Sybille Krafft erzählt die ungewöhnliche Geschichte dieser mutigen Frau.

Der Bayrische Rundfunk „Bayern 2“ brachte am 11.6.2009 aus Anlass der Verleihung des „Preises für Zivilcourage 2009“ an Miriam Ohringer ein ausführliches Gespräch ; da gibt es auch ein Podcast und am 16.6.2009 läuft in "BR-Alpha" eine Fernsehsendung aus diesem Anlass.

Sybille Krafft hat sich mit der niederländischen Zeitzeugin Mirjam Ohringer in einem 45-minütigen Gespräch unterhalten. Sendung am 16. Juni um 20.15 Uhr, Wiederholung am 17. Juni um 13.00 Uhr im „Alpha-Forum“

Mirjam Ohringer wurde 1924 als Kind jüdischer Immigranten in Amsterdam geboren. Ihre Eltern waren in der Arbeiterbewegung aktiv; von ihrer Großmutter lernte sie Deutsch, von ihrem Vater Jiddisch und die Grundlagen des Marxismus. Während des Zweiten Weltkriegs war sie der ständigen Gefahr ausgesetzt, in eines der NS-Vernichtungslager deportiert und dort ermordet zu werden. Dennoch beteiligte sie sich unerschrocken an den Aktivitäten des niederländischen Widerstands: Bereits als 14-Jährige sammelte sie Geld für illegale Flüchtlinge aus Deutschland, schrieb heimlich Nachrichten ab, verteilte Flugblätter und leistete Kurierdienste.