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Überleben im Ghetto

(Rez. aus fifty-fifty, das Straßenmagazin. Düsseldorf, April 2001) 

Mirjam Pressler: Malka Mai. Roman. Beltz & Gelberg Verlag

Weinheim. 328 S., ab 7,90 €.

Mirjam Pressler: Malka Mai Die jüdische Ärztin Hanna Mai lebt mit ihren Töchtern Malka und Minna in einer Kleinstadt an der polnisch-ungarischen Grenze. Als die Deutschen 1943 mit Deportationen beginnen, fliehen die drei völlig überstürzt über die Karpaten Richtung Ungarn. Doch Malka, die Kleinste, wird krank und kann nicht mehr weiter. Hanna lässt sie bei Bauern zurück und denkt, dass man sie eines Tages nachbringen wird. 
 Aber es kommt anders: Malka wird in ein Ghetto verfrachtet, wo sie sich gegen Hunger und Kälte, gegen Krankheiten und die Razzien der Deutschen zur Wehr setzen muss. Malka entwickelt erstaunliche Überlebensstrategien. Dazu gehört auch, dass sie nicht mehr an ihre Mutter denkt. Dabei setzt diese von Budapest aus alles daran, die Spur ihres Kindes wiederzufinden. Zu einem glücklichen Ende kommt es erst, als Hanna unter großer Gefahr nach Polen zurückkehrt, um Malka zu retten.
 Malka Mai ist nicht nur ein wichtiger Roman (einer preisgekrönten Autorin) für Jugendliche über die Schrecken des NS-Staates, sondern zugleich die Geschichte einer tragischen Mutter-Tochter-Beziehung. (Von Hubert Ostendorf)